Berlin - Die Vergabe der begehrten Betreuungsplätze in Kindertagesstätten könnte mithilfe von Algorithmen nicht nur effizienter, sondern auch gerechter erfolgen. Das ist das Ergebnis einer Studie der Bertelsmann-Stiftung, die am Mittwoch in Berlin veröffentlicht wurde. „Die bisherigen Praxiserfahrungen einzelner deutscher Städte und Gemeinden zeigen, dass der verantwortungsvolle Einsatz von digitaler Technologie einen Beitrag dazu leisten kann, dieses gesellschaftlich relevante Problem zu lösen“, sagte Julia Gundlach, Digitalexpertin bei der Stiftung.

Die Eltern sind allerdings gespalten bei der Frage, ob ein Computer über den Zugang zu Kindertagesstätten entscheiden darf. In einer repräsentativen Umfrage des Allensbach-Instituts im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung verlangten 47 Prozent der befragten Eltern, dass allein ein Mensch darüber befinden dürfe. 49 Prozent befürworten, dass die Verantwortlichen auch ein Votum des Computers bei ihrer Entscheidung berücksichtigen. Nur drei Prozent würden das Votum über die Vergabe allein dem Algorithmus überlassen.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.