Berlin - Im Kampf gegen die Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus sollen die Gesundheitsämter in den kommenden Wochen verstärkt Urlauber aus Ländern mit hohem Risiko und sogenannten Variantengebieten auf die Einhaltung der Quarantänepflicht in den Blick nehmen. Darauf haben sich die Amtsärzte und Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) nach Informationen der Berliner Morgenpost (Freitag) am Donnerstag verständigt.

„Wir können die Ausbreitung der Delta-Variante zwar nicht mehr verhindern, aber dadurch das Verbreitungstempo verlangsamen“, sagte Kalayci der Zeitung. Alle bekannten Reiserückkehrer aus diesen Gebieten erhalten demnach eine standardisierte E-Mail, in der sie über die Regeln und Pflichten informiert werden.

Nur Daten von Flugreisenden werden erfasst

Rückkehrer aus sogenannten Variantengebieten sollen demnach zusätzlich direkt vom Gesundheitsamt kontaktiert werden. Die Behörden sollen dabei vor allem die Einhaltung der 14-tägigen Quarantänepflicht kontrollieren. „Das, was gemacht werden kann, machen wir“, sagte Kalayci.

Allerdings erhalten die Ämter nur Daten von Urlaubern, die mit dem Flugzeug einreisen. Bahn- und Busreisende können nur durch Stichproben-Kontrollen der Bundespolizei aufgespürt und informiert werden. „Hier fehlen konkrete Vorgaben des Bundes“, sagte Kalayci. Am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) sollen Ankommende nach ihren Angaben künftig über die Vorgaben informiert werden.