Berlin - Nach der Ankündigung der Ständigen Impfkommission (Stiko) hat Berlins geschäftsführende Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) allgemeine Kinderimpfungen empfohlen. „Es kann geimpft werden, wenn die Eltern das so wollen“, sagte Kalayci am Freitag im RBB-Inforadio und betonte: „Ich hoffe, dass sehr viele Eltern davon Gebrauch machen.“ Kalayci fügte hinzu: „Es ist am Ende der Elternwille, die Eltern müssen entscheiden, lasse ich mein Kind impfen oder nicht.“ Sie hoffe dabei aber, „dass auch möglichst viele Kinder- und Jugendärzte dem Elternwunsch, ihr Kind impfen zu lassen, nachkommen und impfen“.

Schon am Donnerstag machte Kalayci über die sozialen Netzwerke darauf aufmerksam, dass die Impfungen grundsätzlich für alle, auch gesunde, Kinder möglich sei, wenn der Wunsch bestehe.   

Die Ständige Impfkommission will die Corona-Impfung für Kinder von fünf bis elf Jahren mit Vorerkrankungen und Kontakt zu Risikopatienten empfehlen. Aber auch gesunde Kinder sollen bei individuellem Wunsch geimpft werden können, hieß es am Donnerstag in einer Mitteilung des Expertengremiums zu einem Beschlussentwurf.

Kalayci: Kinder-Impfungen nehmen Kapazität für Erwachsene nicht weg

Kalayci sagte, sie rechne mit einer Lieferung des Impfstoffes für die Kinder am 14. Dezember. Am 15. Dezember sollen die Impfungen beginnen. Laut Kalayci sind noch nicht alle Impfstellen für die Kinder-Impfungen vorbereitet. In den großen Zentren soll es am Mittwoch losgehen, aber der Einsatz der mobilen Impfteams in Schulen sei noch nicht klar, sagte sie. Am Freitag (10.12.) gebe es noch einmal Abstimmungen mit den zuständigen Bezirksstadträten und sie hoffe, dass nächste Woche in jedem Bezirk mindestens in einer Schule gestartet werde, ebenso an anderen Stellen wie dem Zoo und dem Naturkundemuseum.

Kalayci betonte, dass die Kinder-Impfungen keine Kapazitäten bei den Erwachsene wegnähmen. In den Impfzentren sollen die Kapazitäten ausgebaut werden. So sind in Tegel, in der Messehalle und im ICC insgesamt 35 zusätzliche Impfkabinen für Kinder geplant.