Berlin - In den drei Impfzentren der Hauptstadt finden aktuell offiziellen Angaben zufolge rund 3000 Impfungen pro Tag statt. Diese Größenordnung sei auch für die nahe Zukunft zu erwarten, sagte die Sprecherin der Impfzentren, Regina Kneiding, der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Die Kapazitäten der Zentren sollen trotz der Lieferengpässe bei den Impfstoffen nicht eingeschränkt werden, so Kneiding: „Für die nächsten Wochen reicht der Impfstoff.“ Auf Wunsch der Senatsverwaltung werde zudem die Öffnung des vierten Impfzentrums im Velodrom im Februar geplant. 

Auch bei Öffnungszeiten und der Zahl der Schichten, in denen Ärzte und Helfer in den Impfzentren arbeiten, seien keine Änderungen vorgesehen, sagte Kneiding weiter. Das gelte genauso für die Zahl der Helfer etwa vom Deutschen Roten Kreuz (DRK): „Wir bereiten uns weiterhin auf den Vollbetrieb vor.“ Die Impfzentren in der Arena-Halle in Treptow, im Erika-Heß-Eisstadion im Wedding und unterm Funkturm auf dem Messegelände sind mangels ausreichenden Impfstoffs bisher nicht voll ausgelastet. Die Gesundheitsverwaltung teilte auf Anfrage mit, für Sonntag seien 3600 Dosen des Moderna-Impfstoffs angekündigt, für Dienstag 29.250 Dosen des Biontech-Impfstoffs und für den Dienstag darauf weitere 35.100.

Einige Terminverschiebung im Wedding

Durch die Lieferverzögerungen gebe es Einschränkungen bei den Möglichkeiten, Termine in naher Zukunft zu buchen, hieß es. Alle Zusagen für Biontech-Impftermine in Impfzentren, in mobilen Teams und in den Krankenhäusern gelten demnach aber weiter. „Nur im Fall einiger Termine für Moderna-Impfstoff im Erika-Heß-Stadion musste eine Verschiebung um eine Woche vorgenommen werden“, so die Gesundheitsverwaltung. Alle davon Betroffenen seien kontaktiert und die Terminverschiebung mit ihnen abgestimmt worden.

Bei einem Impfgipfel am Montag soll der bundesweit knappe Impfstoff das zentrale Thema sein. An der Videokonferenz sollen die Regierungschefs der Länder, darunter auch Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD), mehrere Bundesminister, Impfstoffhersteller sowie Vertreter der EU-Kommission teilnehmen. „Die Erwartungen an den Gipfel sind überall hoch, aber wir wissen um die Beschränkungen bei den Impfstofflieferungen“, sagte der Präsident des DRK-Landesverbandes, Mario Czaja, der dpa. Er fügte hinzu: „Die sind jedoch der Dreh- und Angelpunkt. Ohne Impfstoff keine Impfungen. Uns würde eine verlässliche Planung zu den Impfstofflieferungen für die Arbeit in den Impfzentren sehr helfen.“