BerlinEin 25-Jähriger ist wegen schweren sexuellen Missbrauchs eines Jungen, den er über seine Playstation kennengelernt hatte, zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Als der Angeklagte den damals zehnjährigen Schüler in dessen elterlicher Wohnung besuchte, sei es in zwei Nächten zu Übergriffen gekommen, so das Berliner Landgericht. Zudem habe der Mann den Jungen im Videochat aufgefordert, sexuelle Handlungen an sich vorzunehmen. Der Angeklagte, der in Bielefeld wohnte, hatte gestanden und gesagt, er bereue die Taten zutiefst.

Er habe mit dem Jungen aus Hellersdorf „fast jeden Tag“ über die Playstation gespielt, erklärte der Mann. Im Juli 2020 sei er von Nordrhein-Westfalen nach Berlin gereist, um den Zehnjährigen zu besuchen. Dessen Eltern seien einverstanden gewesen. Er habe mit im Kinderzimmer übernachtet. „Als der Junge schlief, habe ich ihn angefasst“, so der Angeklagte.

Der 25-Jährige habe bis zu zehn Stunden täglich vor seiner Spielekonsole gesessen und „vielfältige Kontakte zu Jungen im Alter von etwa zehn Jahren aufgenommen“, hieß es weiter im Urteil. Mehrfach habe er Kinder zudem veranlasst, sexuelle Handlungen an sich vorzunehmen. Auch in Bielefeld laufe deshalb seit 2019 ein Verfahren gegen den 25-Jährigen. Das Urteil des Berliner Landgerichts ist bereits rechtskräftig.