Berliner Kudammkomödie zieht an den Potsdamer Platz

Das Theater ist auf eine Ausweichspielstätte angewiesen, weil das ursprüngliche Gebäude am Kurfürstendamm abgerissen wurde. Ein geplanter Neubau verzögert sich. Jetzt gibt es eine vorübergehende Lösung.

Max von Pufendorf steht bei einer Probe des Stücks auf der Bühne.
Max von Pufendorf steht bei einer Probe des Stücks auf der Bühne.dpa/Christophe Gateau

Berlin-Die Berliner Komödie am Kurfürstendamm hat ein neues Ausweichquartier gefunden. Das Theater zieht zum Jahreswechsel vorübergehend an den Potsdamer Platz. Nach langen, produktiven Verhandlungen sei der Vertrag mit dem Theater am Potsdamer Platz nun unterschrieben. „Mir fällt ein Stein vom Herzen“, teilte Intendant Martin Woelffer am Dienstag mit.

Das Theater ist seit Längerem auf eine Ausweichspielstätte angewiesen, weil das ursprüngliche Gebäude am Kurfürstendamm abgerissen wurde. Ein geplanter Neubau verzögert sich. Bisher ist das Theater im Schiller Theater untergebracht - dort soll nun aber die Komische Oper wegen eigener Sanierungsarbeiten einziehen.

Die Komödie war deswegen auf der Suche nach einem neuen Ausweichquartier. Das ist nun gefunden. Die Theaterverwaltung ziehe bereits Mitte Dezember an den Potsdamer Platz. Der Spielbetrieb am neuen Ort soll dann im März 2023 beginnen. Zuvor findet dort im Februar noch die Berlinale statt.

Für die Werkstatt des Theaters gehe es voraussichtlich nach Spandau, hieß es in der Mitteilung. Probebühnen müssten sie noch suchen. Das sei eine Umstellung für die Komödien-Crew, die bisher immer unter einem Dach gearbeitet habe. Auch im künftigen Neubau am Kurfürstendamm werde allerdings kein Platz für Büros, Werkstätten und eine Probebühne sein. Woelffer geht davon aus, dass das Theater dort voraussichtlich Ende 2024 einziehen kann.