Berlin - Rund 33.000 Berliner Lehrerinnen und Lehrer an öffentlichen Schulen bekommen eine offizielle und datensichere E-Mailadresse für dienstliche Zwecke. Ein Pilotprojekt an einigen Schulen sei dazu bereits gestartet, teilte die Bildungsverwaltung am Dienstag mit. Im Verlauf des Jahres sollen demnach alle Lehrkräfte mithilfe der Berliner Firma mailbox.org mit einem solchen elektronischen Postfach ausgestattet werden. Es umfasst auch Anwendungen wie Kalender, Adressbuch, Aufgabenverwaltung, Schreibprogramme, Datei-Speicher und Videokonferenzen.

Bisher nutzen Lehrer für die Kommunikation mit Schülern oder Eltern unterschiedlichste private Mailadressen. Mit dem neuen Angebot könnten besonders schutzwürdige Daten auch datensicher abgelegt werden, hieß es. Lehrer können zum Beispiel Notizen für das nächste Elterngespräch, Fotos einer schulischen Musical-Aufführung, Reiseinformationen oder eine Notfall-Telefonliste für eine Schülerfahrt hinterlegen. Der ausgewählte Anbieter erfülle hinsichtlich Datensicherheit, Verschlüsselungstechnologie und Bedienungsfreundlichkeit die nötigen Voraussetzungen, so die Bildungsverwaltung.

„Ob schulisch angeleitetes Lernen zu Hause oder Präsenzunterricht, unsere Lehrkräfte benötigen eine sichere, praxistaugliche und datenschutzkonforme Kommunikationsplattform, um den Kontakt zu Schülerinnen und Schülern, Eltern und Kolleginnen und Kollegen zu halten“, erklärte Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD). „Es freut mich besonders, dass wir für unser Anliegen am Ende sogar noch ein Unternehmen aus Berlin gewinnen konnten.“