Berlin - Die Forderungen nach Lollitests für Kinder in Berliner Schulen werden immer lauter. „Wir als Linke dringen darauf, dass gepoolte PCR-Tests gemacht werden“, sagte Carsten Schatz, Fraktionschef der Berliner Linken. Darüber berichtet die Morgenpost. Besagte Tests werden als Lollitests bezeichnet, weil die Kinder dabei 30 Sekunden an einem Abstrich-Tupfer lutschen.

Die Proben werden anschließend eingesammelt und PCR-getestet. Welcher Test von welchem Kind stammt, ist dabei nicht mehr nachzuvollziehen. Erst wenn einer der Tests positiv ausfällt, wird nachgetestet. Die Senatsbildungsverwaltung hat bereits angekündigt, in der Woche vom 19. Juli an mit einem Pilotprojekt in Kitas beginnen.

Reichen die Kapazitäten der Labore in Berlin?

Auch die CDU plädiert für Lollitests. Der bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Dirk Stettner, fordert den Einsatz von Pool-PCR-Tests in Kitas, Grundschulen und auch in Berlins weiterführenden Schulen. „Es nicht flächendeckend einzusetzen, ist nichts anderes, als den Präsenzunterricht zu gefährden“, sagte Stettner. 

Der Vorstandsvorsitzende Akkreditierte Labore in der Medizin (ALM), Michael Müller, sagte dem RBB dazu, er habe keine Bedenken, was die Kapazitäten der Labore für zusätzliche PCR-Tests in Berlin angehe.