Berlin - Berliner Mediziner haben dazu aufgerufen, angesichts der steigenden Zahl von Corona-Fällen die Möglichkeiten für eine Auffrischungsimpfung zu nutzen. Es müsse eine Diskussion losgehen über die Drittimpfung, sagte der Allgemeinmediziner Malik Böttcher am Mittwoch in der RBB-„Abendschau“. Das sieht auch der Reinickendorfer Amtsarzt Patrick Larscheid so: „Grundsätzlich muss man sagen, guckt euch um: Es werden Leute krank, es sterben Leute. Es ist real, es ist nicht eingebildet. Und je weniger ihr geimpft seid, desto größer wird das Problem für euch.“

Auch der Virologe Klaus Stöhr rief dazu auf, sich die sogenannte Booster-Impfung zu überlegen. „Impfstoff ist da, es gibt genügend Betriebsärzte, es gibt Hausärzte, es gibt Impfzentren, da braucht man sich nicht anstellen.“

Die Ständige Impfkommission empfiehlt Auffrischungsimpfungen unter anderem für Menschen ab 70 Jahre und solche mit geschwächtem Immunsystem. Angeraten werden sie auch für Pflege- und medizinisches Personal mit direktem Kontakt zu Patienten sowie Menschen, die den Impfstoff von Johnson & Johnson bekommen haben.