Berlin - Trotz Corona-Pandemie haben die Berliner Grünen ihren starken Mitgliederzuwachs im abgelaufenen Jahr fortgesetzt und die Schallmauer von 10.000 Anhängern mit Parteibuch durchbrochen. Auch die CDU freut sich über respektable Zuwächse, während der Trend bei der SPD als mitgliederstärkster Partei und bei der Linken wie schon in den Vorjahren rückläufig ist. Ein dickes Minus schlägt bei der AfD zu Buche, während die FDP ihre Mitgliederzahl konstant hielt. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur in den Parteizentralen – rund neun Monate vor der Abgeordnetenhaus- und der Bundestagswahl am 26. September.

Größte Partei bleibt demnach die SPD, die Ende 2020 etwa 19.500 Mitglieder zählte. Das waren gut 200 oder etwa 1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Zur Erinnerung: Wegen des Basisentscheids zur großen Koalition auf Bundesebene war die Mitgliederzahl der Berliner SPD auf 21.500 Anfang 2018 emporgeschnellt. Danach ging es indes kontinuierlich wieder bergab.

Die CDU als zweitgrößte Partei in der Hauptstadt verzeichnete Ende November vergangenen Jahres 13.042 Mitglieder. Das bedeutet ein Plus von 6,8 Prozent. Auf Platz 3 der mitgliederstärksten Parteien holen die Grünen auf: Ende November hatten 10.469 Berliner ein grünes Parteibuch, 16,1 Prozent mehr als vor Jahresfrist.

Bei der Linken schlug Ende 2020 ein leichter Rückgang um 0,4 Prozent auf 7611 Parteimitglieder zu Buche. Die FDP hielt die Zahl ihrer Unterstützer mit 3501 (plus 0,1 Prozent) praktisch konstant. Bei der AfD sank die Mitgliederzahl um 15,1 Prozent auf 1342. „Wir haben zum ersten Mal in der Parteigeschichte die Beitragsehrlichkeit genauer überprüft und daher Personen, die im Rückstand waren, ausgebucht“, sagte Parteisprecher Ronald Gläser dazu.