BerlinDie Berliner Polizei hat erstmals eine Extremismusbeauftragte benannt. Mit Svea Knöpnadel als neuer zentraler Ansprechpartnerin sollen die Bemühungen gegen Extremismus in den eigenen Reihen besser koordiniert werden, so die Polizei. 

Mit diesem Schritt komme die Behörde einer zentralen Forderung des kürzlich vom Innensenat vorgestellten Konzepts zur internen Vorbeugung und Bekämpfung extremistischer Tendenzen nach, hieß es. Knöpnadel war in der Vergangenheit unter anderem stellvertretende Leiterin in einem Dezernat des Landeskriminalamts (LKA) zur Bekämpfung der sogenannten täterorientierten Organisierten Kriminalität (OK).

„Unsere Sicherheitsbehörden genießen ein hohes Vertrauen in der Bevölkerung“, sagte Innensenator Andreas Geisel (SPD). „Um ihre gute Arbeit zu schützen, müssen wir konsequent gegen Missstände vorgehen“, so Geisel. Dass die Extremismusbeauftragte direkt der Polizei zugeordnet sei, zeige, dass der Bekämpfung des Extremismus der angemessene Stellenwert beigemessen werde.

Neben der Kommunikation mit Beamten und Bürgern besteht die Aufgabe der Extremismusbeauftragten auch in Aus- und Fortbildung sowie in der Sensibilisierung von Polizeibeamten. Die neue Position wird der Zentralstelle für Prävention des Landeskriminalamtes (LKA) angegliedert.