BerlinDie Gewerkschaft der Polizei (GdP) hegt Zweifel an der Qualität der bei der Berliner Polizei verwendeten FFP2-Masken und sorgt sich um die Sicherheit der Beamten. Nach einer am Donnerstag in Berlin veröffentlichten Mitteilung der Gewerkschaft waren Zweifel an der Maskenqualität und deren Wirksamkeit durch mehrere Medienbeiträge aufgekommen. Daher verlangt die GdP von der Polizeiführung eine eindeutige Erklärung, „dass der vorgegebene Schutz der in der Polizei dienstlich verteilten Masken auch wirklich besteht und die Kolleginnen und Kollegen keiner scheinbaren Sicherheit ausgesetzt werden.“ Falls keine gültigen Zertifikate vorlägen, müssten solche FFP2-Masken aus dem Verkehr gezogen werden.

Der GdP-Landesvize Thomas Spaniel: „Wir fragen seit einigen Wochen vergeblich nach Informationen zu den FFP2-Masken, die in der Berliner Polizei vorliegen. Auf den Dienststellen kursieren verschiedenste Varianten, die zum Teil keine Zertifizierung oder Prüfnummer aufweisen und darüber hinaus denen ähneln, die in diversen medientechnisch begleiteten Untersuchungen bereits als fehlerhaft und ungenügend ausgewiesen wurden.“

Die GdP spricht in ihrer Mitteilung von „seriösen Schätzungen“ nach denen nur etwa die Hälfte aller FFP2-Masken auf dem Markt gültige Zertifikate besäße und dementsprechend schütze.

Korrektur: In einer früheren Fassung war der Text mit einer FFP2-Maske bebildert, auf der der Hersteller dieser Maske zu erkennen war. Dabei handelte es sich lediglich um ein Symbolbild und ausdrücklich nicht um die im Text von der Gewerkschaft der Polizei in Zweifel gezogene Maske. Wir haben das Bild deshalb ausgetauscht.