Los Angeles/Berlin - Es ist der Olymp für Filmemacher: die jährliche Oscarverleihung im kalifornischen Los Angeles. In diesem Jahr haben auch einige Filme mit deutscher Beteiligung Chancen auf eine Auszeichnung. In der Kategorie für den besten internationalen Spielfilm, dem sogenannten Auslands-Oscar, sind gleich zwei dieser Werke nominiert: Das Drama „Quo vadis, Aida?“ der in Berlin lebenden Regisseurin Jasmila Žbanić sowie die Dokumentation „Kollektiv - Korruption tötet“, eine deutsche Koproduktion.

„Quo vadis, Aida?“ geht für Bosnien-Herzegowina ins Oscar-Rennen. An der internationalen Koproduktion waren Produktionsgesellschaften aus acht Ländern beteiligt. Der Spielfilm, der von der Berlinerin Jasmila Žbanić umgesetzt wurde, handelt von der Frau Aida, die Mitter der 90er Jahre in Srebrenica als Übersetzerin für die Vereinten Nationen tätig ist. Nach der Machtübernahme durch die bosnisch-serbische Armee gehört ihre Familie zu den tausenden Bürgern, die im Lager der UNO Schutz suchen. Im Zuge der Verhandlungen muss Aida Informationen mit fatalen Auswirkungen übersetzen. 

MDR unterstützt den rumänischen Film „Kollektiv - Korruption tötet“

„Kollektiv - Korruption tötet“ geht für Rumänien ins Rennen um den Auslands-Oscar. Der Film, an dem der MDR beteiligt war, ist außerdem in der Sparte „Beste Dokumentation“ nominiert. Der Film handelt von der Brandkatastrophe von 2015 in einem Bukarester Musikclub, bei der mehr als 60 Menschen ums Leben kamen. Er thematisiert auch die damaligen Versäumnisse der Behörden.

Der deutsche Beitrag für den Auslands-Oscar, „Und morgen die ganze Welt“ von Regisseurin Julia von Heinz, war bereits bei der Vorauswahl ausgeschieden. Die 93. Oscar-Verleihung soll am 25. April stattfinden.