SEK-Beamte bei einer Razzia in Berlin.
Foto: dpa/Christoph Soeder

BerlinWegen eines zweifelhaften T-Shirts, das ein SEK-Polizist trug, will die Polizei die Mitglieder dieser Spezialeinheit noch einmal besonders ansprechen und ermahnen. Wie die Senatsinnenverwaltung in einer Antwort auf eine Anfrage der Grünen-Abgeordneten June Tomiak erklärte, werde es eine „nochmalige Sensibilisierung“ der Spezialeinsatzkommandos zu „ihren beamtenrechtlichen Pflichten auch bei der Wahl der Bekleidung“ geben.

In dem vorliegenden Fall soll ein SEK-Polizist auf einem Foto von einem Einsatz in Neukölln mit einem T-Shirt einer amerikanischen Firma zu sehen sein. Die Firma verwendet besonders martialische Motive und Slogans sowie Abbildungen von Patronen und Gewehren.

Innen-Staatssekretär Torsten Akmann (SPD) betonte in der Antwort, Polizisten hätten „das Ansehen der Polizei und Disziplin zu wahren und sich rückhaltlos für den Schutz der freiheitlichen demokratischen Grundordnung“ einzusetzen. Diesen Pflichten müssten sie auch durch ihre Bekleidung entsprechen. „Dies erscheint vorliegend zweifelhaft.“ Allerdings gebe es keine Bezüge der Herstellerfirma zur rechtsextremen Szene. Das Tragen des T-Shirts biete daher keinen Anlass für eine Prüfung der charakterlichen Eignung des Mannes.