Berlin/Brandenburg - Seit Mitte August werden in Berlin wieder vermehrt Hunde gestohlen, die vor Supermärkten angeleint wurden. Ein kurzer Einkauf genügt, um sein geliebtes Haustier aus den Augen zu verlieren, sagte Beate Kaminski vom Tierschutzverein Berlin. 

Diebe würden die Gelegenheit nutzen, um sich entweder durch einen Verkauf zu bereichern oder sich über den illegalen Weg einen eigenen Vierbeiner anzuschaffen. „Bitte macht das nicht! Lasst Euren Liebling zu Hause, wenn Ihr einkaufen geht“, schreiben die Berliner Tierschützer auf Twitter.

Konkrete Zahlen über derartige Diebstähle habe der Tierschutzverein nicht. „Aber uns erreichen seit über zwei Wochen wieder vermehrt Meldungen. Auch in Foren und in den sozialen Medien tauchen immer mehr Fotos von vermissten Hunden auf, die vor Supermärkten gestohlen wurden“, erklärte Beate Kaminski der Berliner Zeitung.

Polizei: In Berlin werden jährlich mindestens 100 Hunde gestohlen

Am 23. August beispielsweise war um 16.15 Uhr vor dem Netto an der Residenzstraße in Reinickendorf ein elfjähriger Bolonka-Mix gestohlen worden. Bekannte der Besitzerin haben bei der Suche nach dem Tier auf Facebook um Mithilfe gebeten und mehrere Fotos veröffentlicht. Zeugen sollen einen kleinen Jungen beobachtet haben, der ihn mitgenommen hat und dann in Richtung Lidl flüchtete. 

Eine Woche zuvor war vor dem Kaufland im Victoria-Center am Ostkreuz ein weiterer Hund gestohlen worden. Das Tier konnte mithilfe von Zeugen kurze Zeit später an die Besitzerin zurückgegeben werden. Der Dieb hatte offenbar die Lust an dem Rüden verloren und ihn laufen gelassen. 

Fälle wie diese seien in Berlin keine Seltenheit, hieß es vonseiten der Polizei. In der Hauptstadt werden jährlich mehr als 100 Hunde gestohlen. Die Dunkelziffer sei noch viel höher, hieß es.