Bei Internet-Seminaren von Berliner Universitäten während der Corona-Pandemie ist es mehrfach zu Störungen und sexuellen Belästigungen durch anonyme Teilnehmer gekommen. Das geht aus einer Antwort des Senats auf eine Linke-Anfrage hervor. Die Vorfälle bei den Videoseminaren betrafen die Freie Universität (FU), die Humboldt-Universität (HU), die Technische Universität (TU) und die Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR).

Zum Teil wurden demnach reguläre Teilnehmer beschimpft, es gab mehrere pornografische und exhibitionistische Störungen, ein Teilnehmer trug nur eine Tiermaske und in einigen Fällen wurden rechtsradikale und antisemitische Inhalte eingespielt. Die unbekannten Störer kamen nach Erkenntnissen der Unis entweder von auswärts und hatten internationale IP-Adressen oder es waren mutmaßliche Studenten mit Zugang zu den Veranstaltungen und entsprechenden Einwahldaten.