Berliner Versorger Gasag nimmt geplante Preiserhöhung zurück

Aufatmen in vielen Berliner Haushalten: Nach dem Aus für die Gasumlage erhöht der Energiekonzern die Preise nun doch nicht.

Der Schriftzug der Berliner Gaswerke ist auf dem Dach der Geschäftszentrale zu sehen.
Der Schriftzug der Berliner Gaswerke ist auf dem Dach der Geschäftszentrale zu sehen.dpa/Bernd von Jutrczenka

Nachdem die Gasumlage am Donnerstag gekippt wurde, hat der Berliner Versorger Gasag angekündigt, eine geplante Preiserhöhung zum 1. Oktober zu kippen. Die ursprünglich angekündigte Erhöhung um 2,419 Cent pro Kilowattstunde soll demnach nicht erhoben werden, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Für Kunden im Grundversorgungstarif der Gasag wären die Gaspreise ab Oktober um rund 30 Prozent gestiegen.

Auch die angekündigte Senkung der Umsatzsteuer auf Erdgas von derzeit 19 auf künftig sieben Prozent werde an die Endkunden weitergeben, versprach die Gasag. Die neuen Preise werde das Unternehmen zunächst auf ihrer Internetseite verkünden, hieß es weiter.

Verzögerungen bei Rechnungen

„Aufgrund der ausstehenden Entscheidung zur Umsatzsteuer haben wir uns dazu entschieden, die Erstellung von Rechnungen vorerst zu stoppen“, so der Versorger. Die Gasag wolle ihren Kundinnen und Kunden so garantieren, dass die Rechnungen für Oktober 2022 auf jeden Fall den neuen Umsatzsteuersatz berücksichtigen.

Die Gasag ist der größte Versorger in Berlin. Er beliefert laut Berliner Morgenpost in der Stadt rund 800.000 Privat- und Geschäftskunden mit Gas.