BerlinÜber den Sommer hat sich die Stimmung der Berliner Unternehmen etwas verbessert, doch der Ausblick ist ungewiss. „Die Berliner Wirtschaft bleibt im Krisenmodus“, teilten Handwerkskammer und Industrie- und Handelskammer (IHK) am Mittwoch mit. Man befinde sich in einer mühsamen erarbeiteten Erholungsphase, deren Verlauf und Dauer nicht absehbar sei. Durch Pläne für neue Maßnahmen zum Schutz vor Corona drohe eine Verschärfung der Lage. „Viele Unternehmen werden erneut ihre Arbeitsprozesse an die Risikolage anpassen und umfangreiche Auflagen erfüllen müssen“, hieß es.

Gut jeder vierte Handwerksbetrieb habe sich in einer Konjunkturumfrage der Kammern pessimistisch gezeigt, so viele wie seit 2009 nicht mehr, sagte der Hauptgeschäftsführer der zuständigen Kammer, Jürgen Wittke. IHK-Geschäftsführer Henrik Vagt sagte, mehr als jedes sechste Unternehmen halte eine Insolvenz für wahrscheinlich.

Bei den Hilfen für die Wirtschaft habe der Senat überwiegend gute Arbeit geleistet, bilanzierte Vagt. Weil die Pandemie wieder aufflamme, seien aber schnellstens Nachbesserungen notwendig. Betriebliche Fixkosten müssten finanziert werden, um Insolvenzen zu vermeiden.