Berlin - Das fünf Monate alte Gorilly-Baby Tilla ist am Freitag erstmals seine ersten Schritte gegangen. Wie der Berliner Zoo mitteilt, erkundete es vorsichtig seine Umgebung. Seit Tillas Geburt im Februar 2021 hatte sich das Gorilla-Baby nicht aus der Nähe seiner Mutter Bibi (24) getraut – bis dato. Kleine Gorillas sind permanent in der Nähe ihrer Mütter – entweder an Bauch oder Rücken geklammert. Sobald Tilla sich mehr als einen Meter von ihrer Mutter entfernte, holte Bibi sie zurück, heißt es. 

„Uns war es sehr wichtig, dass Tilla ausschließlich von ihren Artgenossen versorgt wird“, erklärt Zoo-Direktor Dr. Andreas Knieriem. „Glücklicherweise hat Mutter Bibi die richtigen Instinkte gezeigt und sich von Beginn an ausgezeichnet um ihren Nachwuchs gekümmert.“ Die Mutter-Tochter Beziehung werde auch in den kommenden Jahren stark bleiben müssen, da eine komplette Entwöhnung der Muttermilch bei Gorillas frühestens im Alter von vier Jahren eingeleitet wird, heißt es in einer Mitteilung des Zoos.

Gorillas sind intelligente Tiere, die in Familienverbänden aus Weibchen und einem Männchen (auch Silberrücken genannt) leben. Die Tierart zählt zu den schwersten Affen der Familie Menschenaffen, die laut der IUCN durch Zerstörung des Lebensraumes und illegaler Jagd vom Aussterben bedroht sind. Laut Schätzungen hat die Gesamtanzahl der Westlichen Flachlandgorillas von 2005 bis 2013 um ein Fünftel abgenommen.