Berlin - Die Panda-Zwillinge Pit und Paule aus dem Berliner Zoo werden eigenständig. Im vergangenen August feierten die beiden Publikumslieblinge ihren zweiten Geburtstag, nun steht der nächste große Schritt hin zum Erwachsenwerden an: Pit und Paule werden von ihrer Mutter entwöhnt. Das teilte der Berliner Zoo am Donnerstag mit. 

In der Regel wird Panda-Nachwuchs nach etwa zwei bis vier Jahren von der Mutter getrennt. Bei Pit und Paule wurde die Entwöhnung etwas vorgezogen, weil sie noch regelmäßig Muttermilch getrunken hatten. Zunächst wurden die Zwillinge nur für die Nächte von ihrer Mutter Meng Meng getrennt. Inzwischen treffen sie auch tagsüber nicht mehr aufeinander. Pit und Paule trinken nun auch keine Muttermilch mehr.

Pit und Paule ziehen nach China

Mutter und Nachwuchs sollen ihr Gehege im Wechsel teilen. Meng Meng wird sich künftig etwas mehr zurückziehen und nicht mehr ganztägig für die Gäste zu sehen sein, heißt es vom Berliner Zoo. Mit der Entwöhnung ist ein größeres Ziel verbunden: „Die neue Situation bedeutet natürlich, dass Pit und Paule mittelfristig eigene Wege gehen werden und voraussichtlich im kommenden Jahr nach China ziehen werden“, erklärt Zoo- und Tierpark-Direktor Andreas Knieriem. Ein Datum stehe dafür noch nicht fest. Der Berliner Zoo führe aber mit chinesischen Panda-Experten bereits Gespräche, um den Umzug vorzubereiten, heißt es. 

Pit und Paule sorgten vor über zwei Jahren für eine kleine Sensation: Sie waren der erste Panda-Nachwuchs, der in Deutschland zur Welt kam. Die Eltern der beiden sind ihrerseits Berühmtheiten: Mutter Meng Meng und Vater Jiao Qing sind 2017 mit einem Spezialflugzeug aus China eingeflogen worden. Sie sind eine Dauerleihgabe der chinesischen Volksrepublik für den Zoologischen Garten Berlin.