Berlin -  Im Berliner Zoo sind vor kurzem drei Mandrillaffen überraschend gestorben. Das teilte der Zoo auf Nachfrage der Berliner Zeitung mit. Die Todesursache der beiden Männchen Aron und Arthur sowie des Weibchens Susan ist demnach noch nicht bekannt. Man habe lediglich eine Reihe möglicher Ursachen ausschließen können. Derzeit werden die drei Mandrillaffen am Landeslabor Berlin-Brandenburg pathologisch untersucht, heißt es. Weitere Proben wurden an das Primatenzentrum in Göttingen geschickt, wo weitere toxikologische Untersuchungen laufen. Arthur wurde zwölf Jahre alt, Susan elf und Aron verstarb im Alter von neun Jahren. 

Saba ist das einzige verbleibende Mandrillweibchen im Berliner Zoo. Das Tier soll derzeit keine Krankheitssymptome zeigen; die örtlichen Tierpfleger haben allerdings ein besonderes Auge auf sie. Nach dem Tod der drei Mandrills plane der Berliner Zoo derzeit nicht, neue Affen in den Zoo einziehen zu lassen. Ein Grund dafür sei, dass das Affenhaus zeitnah umgebaut werden soll. 

Der Koordinator des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms für die Mandrills aus dem Zoo Budapest sei bereits über den Tod der drei Tiere informiert und um Unterstützung bei der Suche nach einem neuen Zuhause für das verbleibende Affenweibchen gebeten worden. Saba soll bald in einen anderen Zoo umziehen, um wieder unter Artgenossen sein zu können, heißt es.

Männliche Mandrills können bis zu 25 Kilogramm auf die Waage bringen, erklärt eine Mitarbeiterin des Zoos. Charakteristisch für diese Affenart sei die leuchtend blau-rote Gesichtsfärbung. Die auffällige Zeichnung signalisiere im grünen Regenwald der Mandrill-Heimat Zentralafrika bereits von Weitem, dass dieser Affe gefährlich werden kann, so die Sprecherin.