Berlin - Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci hat Zweifel daran geäußert, ob sich das Ziel erreichen lässt, bis Weihnachten bundesweit bis zu 30 Millionen Impfungen zu ermöglichen. „Ich begrüße das Ziel, aber es ist gefährdet“, sagte die SPD-Politikerin am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Das Impfen komme zum Teil ins Stocken.

„Insbesondere die niedergelassenen Ärzte, aber auch die Impfzentren müssen sich darauf verlassen können, dass der Impfstoff auch kommt, der bestellt wird“, forderte Kalayci. „Ich erwarte vom Bundesgesundheitsminister besonders mit Blick auf die Ärztinnen und Ärzte Transparenz bei Bestellungen und Lieferungen.“

Neuer Krisenstab soll Impfkampagne besser koordinieren

Bund und Länder hatten am Dienstag das Ziel bekräftigt, bis Weihnachten bis zu 30 Millionen Erst-, Zweit- und Auffrischungsimpfungen möglich zu machen. Ein neuer Bund-Länder-Krisenstab im Kanzleramt soll die Koordinierung der Impfkampagne mit Lieferungen und Verteilung übernehmen.

Kalayci hatte bereits am Dienstag die „Rationierung“ des Biontech-Corona-Impfstoffs durch den Bund sowie ausbleibende Lieferungen beklagt. Sowohl der Senat für die landeseigenen Impfzentren als auch die Ärzte bekämen nicht genügend Nachschub. Das führe bei vielen Patienten, die für Erst- und Auffrischungsimpfungen stattdessen den Impfstoff von Moderna bekommen sollen, zu Verunsicherung und höherem Aufklärungsbedarf. Kalayci hatte gewarnt, es dürfe nicht dazu kommen, dass die Rationierung von Biontech das Impftempo abschwäche.