Berlin - Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Berlin fordert, dass sich ungeimpfte Covid-Erkrankte an den Behandlungskosten bei einem Klinikaufenthalt beteiligen. Außerdem müsse es einen bundesweiten Lockdown für Ungeimpfte sowie eine allgemeine Impfpflicht geben, hieß es am Dienstag von der KV.

Der Berliner KV-Vorstand hat auch schon eine Vorstellung, wie die Beteiligung Ungeimpfter an den Behandlungskosten praktisch umgesetzt werden könnte. „Dies kann entweder über eine Eigenbeteiligung oder über einen Aufschlag auf den Kassenbeitrag erfolgen. Die Einnahmen könnten den Pflegekräften im stationären Bereich und den Medizinischen Fachangestellten in der ambulanten Versorgung zugutekommen“, hieß es in einer Mitteilung.

„Der hohe Anteil der Menschen, die noch nicht geimpft sind, werden uns sonst in eine Katastrophe führen und unser Gesundheitssystem in einem Maße überlasten, wie wir es bisher nicht kennengelernt haben. Mit einer Impfpflicht allein kommen wir hier nicht mehr weiter“, erklärte der KV-Vorstand auf Twitter.

„Weil sich 13 Millionen Menschen in unserem Land nicht impfen möchten, leiden vor allem die Kinder, Jugendlichen, jungen Menschen in Ausbildung, aber auch ältere und gefährdete Menschen. So kann es nicht weitergehen. Die Zeit für eine Impfpflicht ist gekommen. Diese sollte aber nicht nur auf dem Papier stehen, sondern bei Missachtung spürbare Konsequenzen nach sich ziehen“, heißt es weiter.