Berlins Kultursenator Klaus Lederer.
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BerlinIn der Corona-Pandemie sieht Berlins Kultursenator weiteren Handlungsbedarf, um die Kulturszene in der Hauptstadt zu unterstützen. „Wir sind lange nicht am Ende. Es wird auch im Jahr 2021 nicht ohne den Einsatz zusätzlicher Mittel gehen“, sagte der Linke-Politiker während einer Aktuellen Stunde des Abgeordnetenhauses. Kunst- und Kulturschaffende seien besonders belastet: „Wirtschaftlich hat die Pandemie die Kultur so stark getroffen wie nur wenige andere Bereiche der Gesellschaft“, betonte er.

Nach Ansicht des SPD-Abgeordneten Frank Jahnke könne man die Szene nicht alleine lassen, denn sie sei unverschuldet in die Existenzkrise geraten. Er versprach: „Weitere Schritte werden folgen, wir werden finanziell ans Limit gehen.“ Er betonte aber auch, dass finanzielle Mittel allein nicht reichten. Was Lockerungen betrifft, müsse man jedoch behutsam vorgehen. 

Daniel Wesener von den Grünen erblickt in der Pandemie die größte Krise für die Kulturszene seit dem Zweiten Weltkrieg: „Die Mehrheit der Kultureinrichtungen weiß bis heute nicht, ob und wie sie die Krise überleben wird.“ Das Augenmerk müsse speziell auch auf kleinen und freien Einrichtungen liegen. Robbie Juhnke von der CDU erklärte, dass Berlin zu zurückhaltend bei der Frage sei, wie mehr Besucher zu einzelnen Veranstaltungen und Kulturstätten zugelassen werden können.