Berlin - Berlins Schülerinnen und Schüler bekommen vor Weihnachten einen Tag früher frei. Bildungssenatorin Sandra Scheeres hat den 23. Dezember in diesem Jahr zum unterrichtsfreien Tag erklärt, wie die Bildungsverwaltung am Mittwoch mitteilte. Die Entscheidung sei in Absprache mit den Schulleitungsverbänden und dem Vorstand des Landeselternausschusses gefallen.

Das Ziel sei, Hektik und Stress unmittelbar vor Weihnachten für Eltern sowie Schülerinnen und Schüler zu verringern. „Dadurch soll auch Zeitdruck von den Familien genommen werden, gerade wenn sie zu Weihnachten eine kurze Reise in andere Bundesländer planen oder auswärtige Gäste erwarten“, erklärte die Bildungsverwaltung.

Nach den bisherigen Ferienplanungen und weil bestimmte Feiertage auf das Wochenende fallen, sind die Weihnachtsferien in Berlin in diesem Jahr besonders kurz. Sie beginnen erst am 24. Dezember, der erste Schultag nach dem Jahreswechsel ist bereits wieder am 3. Januar. Mit einem weiteren unterrichtsfreien Tag gewinnen Familien etwas mehr Zeit und werden entlastet, argumentierte die Bildungsverwaltung.

Schulverbände begrüßen Entscheidung

Ein Ferientag ist der 23. Dezember aber offiziell nicht. Wie an unterrichtsfreien Tagen üblich, wird an den Berliner Schulen für die Jahrgänge 1 bis 6 laut Bildungsverwaltung eine Betreuung angeboten. Insbesondere Kinder von dann noch berufstätigen Eltern sollen betreut werden können.

„Die besondere Situation durch die Pandemie hält nun schon seit mehr als eineinhalb Jahren an und belastet die Schulen und insbesondere die Familien in besonderem Maße“, sagte die Bildungssenatorin. Der unterrichtsfreie Tag solle Kindern und Jugendlichen sowie allen Eltern und Sorgeberechtigten eine Weihnachtszeit ohne allzu großen Zeitdruck ermöglichen. Der Vorsitzende des Landeselternausschusses, Norman Heise, nannte die Entscheidung richtig. „Der freie Tag direkt vor Weihnachten kann dazu beitragen, Weihnachten wieder als Fest der Familie zu erleben.“

Auch die Vorsitzende der Interessengemeinschaft Berliner Schulleitungen, Astrid-Sabine Busse, begrüßte die Entscheidung: „Sie ermöglicht Familien einen entspannten Start in die Ferien. Viele Angehörige leben nicht in Berlin, und Weihnachten möchte man doch zusammen mit seinen Liebsten feiern.“ Zustimmung kam auch aus anderen Schulleiterverbänden.