BerlinDer Tourismus in Berlin ist infolge der Corona-Pandemie in diesem Jahr stark eingebrochen. In den ersten neun Monaten dieses Jahres kamen so wenig Besucher wie 2004 nicht mehr: Bis Ende September 2020 hätten insgesamt 4,4 Millionen Gäste die Hauptstadt besucht, teilte das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am Montag nach vorläufigen Berechnungen mit. Das entspreche einem Rückgang von 57,9 Prozent. Ähnlich hoch fiel mit 58,4 Prozent der gesamte Rückgang der Übernachtungen aus. Die Statistikbehörde zählte zwischen Januar und September 2020 rund 10,7 Millionen Übernachtungen.

Besonders drastisch fiel zwischen Januar und September 2020 der Rückgang bei ausländischen Gästen aus. Laut der Statistikbehörde ging die Zahl der Gäste aus dem Ausland um 71,2 Prozent auf 1,2 Millionen zurück. Die Zahl ihrer Übernachtungen sank um 71,3 Prozent auf rund 3,4 Millionen. Die Zahl der Gäste aus dem Inland sank um 49,1 Prozent auf 3,2 Millionen und die der Übernachtungen um 47,4 Prozent auf 7,3 Millionen.

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, verzeichneten die Beherbergungsbetriebe in Deutschland insgesamt in den ersten neun Monaten des Jahres 34,5 Prozent weniger Übernachtungen als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der ausländischen Gäste sank insgesamt um 59,3 Prozent (28,4 Millionen Übernachtungen).