Berlin - Um das Tempo bei den Corona-Impfungen anzukurbeln, plädiert Berlins Wirtschaftssenatorin Ramona Pop dafür, den Impfstoff Curevac schnellstmöglich einzusetzen. Das berichtete der Tagesspiegel am Samstagabend. Der mRNA-Impfstoff aus Tübingen gilt als sicherer als die Vektor-Impfstoffe, wie etwa Astrazeneca. Curevac funktioniert nach der gleichen Technologie wie die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna.

Bis zur offiziellen Zulassung durch die Europäische Arzneimittelbehörde EMA könnte nach der Vorstellung der Ergebnisse der Phase-3-Studie in den kommenden Wochen noch viel Zeit vergehen. Pop wolle diese Wartezeit verkürzen und das Vakzin des deutschen Herstellers mit einer Notfallzulassung durch das Paul-Ehrlich-Institut bald zum Einsatz bringen. Zuvor hatte SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach das Gleiche gefordert.

Hoffnung auf mehr Impfungen nach dem Gipfel am Montag

„Der Impfgipfel am Montag muss den Startschuss dafür geben, dass in den kommenden Wochen deutlich mehr Menschen gegen das Coronavirus geimpft werden können“, sagte Pop gegenüber der Zeitung. „Hier braucht es schnelle Maßnahmen und keine Phantomdebatten wie die Beschaffung von Sputnik-Impfstoff.“

Das Risiko durch Hirnvenenthrombosen gilt bei dem Corona-Impfstoff von Curevac als vergleichsweise gering. Auf eigenes Risiko wolle das Unternehmen bis zum Ende des Jahres 300 Millionen Dosen herstellen, wie es kürzlich bekannt gab.