BerlinDie Berliner Clubszene ist von der Politik aufgewertet worden: Die Clubs werden jetzt als kulturelle Einrichtungen und nicht mehr als Vergnügungsstätten angesehen. Das beschloss das Abgeordnetenhaus. Ein entsprechender Antrag der Grünen hatte zuvor eine Mehrheit im Kulturausschuss bekommen und wurde von den Koalitionspartnern SPD und Linke mitgetragen. Der Beschluss gilt damit ab sofort.

Bei möglichen Lärmkonflikten mit der Nachbarschaft haben die Clubs als Kulturbetriebe jetzt unter Umständen mehr Vorteile als bisher. Außerdem zahlen sie  einen ermäßigten Steuersatz. Der Abgeordnete Georg Kössler (Grüne) hatte den Antrag gestellt und freut sich jetzt, dass er vom Abgeordnetenhaus genehmigt worden ist. „Das ist ein echter Meilenstein“, sagte er der Berliner Zeitung.

Der Politiker Daniel Buchholz (SPD) hatte an dem Antrag mitgearbeitet. Er betont: „Vorher standen die Clubs mit Spielhallen und Bordellen auf einer Stufe. Das haben wir jetzt geändert. Die Berliner Clubkultur ist ein Schatz, den es zu schützen gilt.“