Berlin - Das Bundesgesundheitsministerium will offenbar Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren ein Impfangebot machen. Wie die Bild am Sonntag berichtet, soll dies auf einer Konferenz der Gesundheitsminister am Sonntag beschlossen werden. Das Impfangebot soll trotz der fehlenden allgemeinen Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) gemacht werden.

Bislang sind laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) 900.000 der 12- bis 17-Jährigen gegen das Coronavirus geimpft. Wer wolle, könne sich impfen lassen – Impfstoff sei genug vorhanden, so der Politiker. 4,5 Millionen deutsche Kinder und Jugendliche könnten sich nun ebenfalls das Vakzin spritzen lassen. Bislang zugelassen sind die Impfstoffe von Moderna und Biontech.

Spahn sieht offenbar Auffrischungsimpfung für ältere Menschen vor

In dem Papier steht dem Bericht zufolge, dass sich junge Menschen sowohl in Impfzentren als auch bei Hausärzten und möglicherweise auch von Betriebsärzten impfen lassen können. Zudem sollen Impfteams an Schulen, Berufsschulen und Universitäten eingesetzt werden, um junge Erwachsene zu erreichen.

Laut Beschlussvorlage für die anstehende Konferenz sollen zudem ältere Menschen, die bislang zweimal geimpft worden sind, eine Auffrischungsimpfung angeboten bekommen. Wer bei den ersten beiden Impfungen ein Vakzin von Astrazeneca oder Johnson & Johnson bekommen hat, soll sich dann laut Bericht durch die sogenannte Booster-Impfung mit dem Impfstoff von Biontech impfen lassen können.