Samara  -  Ein schwerer Fall von Selbstjustiz sorgt weltweit für Schlagzeilen.  Wie The Sun Anfang September berichtet, gab ein Vater seine achtjährige Tochter bisweilen in die Obhut von Oleg S., seines besten Freundes. Eines Tages bekam er zufällig das Handy von Oleg S. in die Finger – und fand daraufhin offenbar ein Video, das seine Tochter zeigt, wie sie von S. zu sexuellen Handlungen gezwungen wurde. 

In dem Video soll die 8-Jährige flehen:„ Ich will nach Hause“. Als der russische Vater seinen langjährigen Freund damit konfrontieren will, rennt der weg. Dann kriegt er S. doch zu fassen – und verprügelt ihn heftig. Die Eltern finden daraufhin heraus, dass Oleg S. noch zwei weitere Mädchen aus dem Dorf sexuell missbraucht haben soll. Sie stellen dem mutmaßlichen Missbrauchstäter ein Ultimatum: Entweder er stellt sich der Polizei und gesteht, oder er bringt sich um. 

Für Racheakt: Vater des Kindes wird in Russland als Held gefeiert

Doch noch am selben Abend soll sich der Vater umentschieden haben: Er will Selbstjustiz üben und zwingt Oleg S. in einen nahegelegenen Wald, mit einer Schaufel im Schlepptau. Dort soll er sein eigenes Grab schaufeln. Dann rammt der Vater ihm eine Klinge in die Brust und begräbt ihn – so die Vorwürfe. 

Als die Polizei den Vater vernimmt, gibt er an, mit Oleg S. in einen Kampf verwickelt gewesen zu sein, bei dem S. auf ein Messer gefallen sei. Derzeit befindet sich der Rachetäter in Hausarrest, die Ermittlungen laufen noch. Für den Rachemord drohen ihm bis zu 15 Jahre Haft, heißt es. 

Wie die New York Post weiter berichtet, soll der Vater in Russland für seine Vergeltungstat als Held gefeiert werden. Die Dorfbewohner und Online-Kommentatoren sind sich einig: „Er ist kein Mörder. Er beschützte seine Tochter und auch unsere Kinder. Jeder ist auf seiner Seite.“