Berlin - Die Berliner Charité hat in der Corona-Pandemie von diesem Donnerstag an ein striktes Besuchsverbot verhängt. Es solle bis Ende Januar gelten, sagte ein Sprecher am Mittwochnachmittag. Bei der anhaltend angespannten Situation müssten mögliche Infektionswege von außen in die Kliniken verhindert werden. Ausgenommen seien allein Besuche bei Kindern unter 16 Jahren und Schwerstkranken.

Bei der Versorgung der Covid-Patienten sei keine Trendwende erkennbar. Die Charité erlebe derzeit eine nie gekannte Belastung von Ärzten und Pflegepersonal. Deshalb habe der Vorstand auch das Notfall-Programm, das seit Mitte Dezember gilt, nochmals verlängert – nun bis zum 22. Januar. Behandelt werden können im Notfall-Modus über Covid hinaus nur Notfälle, Härtefälle und Tumorpatienten. Insbesondere die hohe Anzahl von Intensivpatienten zwinge zu diesem Schritt, sagte Martin Kreis, Charité-Vorstand für die Krankenversorgung.