Betrunken E-Roller gefahren: About-You-Chef Tarek Müller muss 80.000 Euro zahlen

Mit einem Einspruch gegen seinen Strafbefehl schoss der Unternehmer Tarek Müller ein teures Eigentor. Statt 1500 Euro muss er nun 80.000 Euro zahlen – das Fünfzigfache.

Tarek Müller spricht in ein Mikrofon.
Tarek Müller spricht in ein Mikrofon.dpa/Jonas Walzberg

Das ist wahrlich dumm gelaufen: Der Unternehmer Tarek Müller wurde betrunken auf einem E-Roller von der Polizei erwischt. Und hat durch seinen Einspruch gegen die Strafe selbst dafür gesorgt, dass sie von 1500 Euro auf 80.000 Euro erhöht wurde. Dies berichtet der NDR.

Die satte Erhöhung kam demnach so zustande: Nachdem die Polizei den 33-Jährigen mit 1,3 Promille im Blut nachts auf dem E-Scooter am Hamburger Berg geschnappt hat, schickte die Staatsanwaltschaft zunächst einen Strafbefehl über 1500 Euro heraus. Diese moderate Strafe, so der NDR, kam durch seinen weit verbreiteten Nachnamen Müller zustande. Die Staatsanwaltschaft habe das Einkommen und deshalb die Höhe des Tagessatzes zunächst geschätzt.

Tarek Müllers Einkommen führte zu höherer Strafe

Doch der Chef des Online-Handels About You legte Einspruch ein. Vor dem Amtsgericht habe sich dann herausgestellt, dass er Tarek Müller, ein  offenbar wohlhabender Unternehmer ist. Und eben nicht irgendein Müller. Dem Magazin Horizont zufolge soll Tarek Müller schon vor einem Jahr rund 128 Millionen Euro Vermögen besessen haben.

Die Höhe von Tagessätzen – also Geldstrafen – bemisst sich am Einkommen von Angeklagten. Und so urteilte das Gericht auch in diesem Fall von Tarek Müller. Und die Geldstrafe erhöhte sich so für ihn auf das Fünfzigfache. Die Richterin soll demnach gesagt haben: „Eine Strafe muss spürbar sein.“