BerlinDas Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg warnt am Freitag vor der Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest in Berlin. Seit dem Ausbruch der Seuche in Polen im September ist die Afrikanische Schweinepest (ASP) immer näher an die Hauptstadt herangerückt. Nur hundert Kilometer von Berlin entfernt wurden in den Landkreisen Märkisch-Oderland, Dahme-Spreewald und Oder-Spree infizierte Tiere gefunden. Brandenburg meldet inzwischen über 150 Fälle.

Das ASP-Virus ist äußerst robust, es überlebt in der Umwelt bis zu 190 Tage an Holz, mehr als ein Jahr in (Roh-)Schinken und mindestens sechs Jahre in tiefgefrorenem Schweine- oder Wildschweinfleisch.

Berliner werden daher um Mithilfe bei der Eindämmung der Seuche gebeten. Neben der direkten Übertragung zwischen den Tieren ist auch eine indirekte Übertragung möglich, zum Beispiel durch kontaminierte Haustiere, insbesondere Hunde, die schon wegen der Corona-Ansteckungsgefahr mehr Abstand halten sollten. Seuchenerreger könnten mit Schuhen oder Pfoten verbreitet werden.

Das Bezirksamt bittet daher darum, die Hunde jederzeit angeleint zu lassen und sie bei Kontakt mit einem toten Tier umgehend mit Hundeshampoo zu waschen. Berliner sollten überdies ihren Müll unbedingt ordnungsgemäß entsorgen - Wildschweine könnten sonst in den heimischen Garten gelockt werden.

Beim Fund eines toten Wildschweines in Tempelhof-Schöneberg muss sofort die Veterinäraufsicht des Bezirks informiert werden.