Washington -  US-Präsident Joe Biden hat das Justizministerium und andere Behörden angewiesen, die Freigabe geheimer Dokumente zu den Terroranschlägen vom 11. September zu prüfen. Eine Verordnung verpflichte Justizminister Merrick Garland, entsprechende Dokumente im Zusammenhang mit den Ermittlungen zu den Anschlägen dann innerhalb der kommenden sechs Monate zu veröffentlichen, teilte Biden am Freitag mit.

Informationen sollten nicht als Verschlusssache eingestuft bleiben, wenn das öffentliche Interesse an der Offenlegung den Schaden für die nationale Sicherheit überwiege, heißt es in der Verfügung. „Als ich für das Amt des Präsidenten kandidierte, habe ich mich verpflichtet, für Transparenz bei der Freigabe von Dokumenten über die Terroranschläge vom 11. September 2001 auf Amerika zu sorgen“, hieß es in einer Mitteilung Bidens. Mit Blick auf den 20. Jahrestag der Anschläge wolle er sich nun an dieses Versprechen halten.

Familien der Opfer geht es um die Rolle Saudi-Arabiens bei den Anschlägen

Zuvor hatten einige Familien der Opfer damit gedroht, nicht zu den Gedenkfeierlichkeiten zum 20. Jahrestag zu erscheinen, falls Biden nicht Dokumente freigebe. Ihnen ging es vor allem um Unterlagen, welche die Rolle Saudi-Arabiens bei den Anschlägen beleuchten. Familien von Opfern der Terroranschläge wollen den Golfstaat schon seit längerem zur Verantwortung ziehen. Hintergrund sind Vorwürfe gegen das Land, Verbindungen zur Terrororganisation Al Kaida gehabt zu haben. Bei der Mehrheit der Attentäter hatte es sich außerdem um saudische Staatsbürger gehandelt.

Am 11. September 2001 steuerten islamistische Terroristen drei gekaperte Flugzeuge in das World Trade Center in New York und das Pentagon in Washington. Ein weiteres entführtes Flugzeug stürzte in Pennsylvania ab. Den Anschlägen fielen etwa 3000 Menschen zum Opfer.

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Der Podcast „Wo warst Du?“

Anja Reich und Alexander Osang leben am 11. September 2001 mit ihren Kindern in New York. Der Tag beginnt wie jeder andere. Dann schlagen die Flugzeuge ins Word Trade Center. Osang, Reporter beim Spiegel, rennt zu den brennenden Türmen, Reich bleibt bei den Kindern. Bald brechen alle Verbindungen ab …

Erst Jahre später erzählen sie einander, was sie am Tag des Terrors erlebt haben. Daraus wird ein Buch, das es nun als Hörbuch gibt, gelesen von den Autoren: 9/11 – Ein Paar, zwei Erzählungen. Sechs Folgen – ab 6. September 2021 auf allen Podcast-Portalen und auf www.berliner-zeitung.de

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