New York - US-Präsident Joe Biden hat in seiner Rede bei der UN-Generaldebatte versichert, keinen „neuen Kalten Krieg“ mit China anzustreben. Die USA seien zwar bereit zu einem „energischen Wettbewerb“ mit anderen Nationen, sagte Biden am Dienstag im Plenarsaal der UN-Vollversammlung. Die USA würden aber keinen „neuen Kalten Krieg oder eine in starre Blöcke geteilte Welt“ wollen.

Die USA seien vielmehr gewillt, mit allen Ländern bei friedlichen Problemlösungen zusammenzuarbeiten, „selbst wenn wir intensive Meinungsverschiedenheiten auf anderen Gebieten haben“, sagte Biden. Der US-Präsident sieht China als die größte geopolitische Herausforderung an und will ein internationales Bündnis gegen das wirtschaftlich und militärisch aufstrebenden Land schmieden.

Herausforderungen sind neben Frieden und Corona auch der Klimawandel 

Biden bekräftigte in seiner Rede bei der UN-Generaldebatte insbesondere den Willen der USA zu einer Zusammenarbeit mit historischen Partnern. „Unsere Sicherheit, unser Wohlstand und unsere Freiheiten sind in meinen Augen so sehr miteinander verbunden wie nie zuvor“, sagte der Präsident. „Deswegen müssen wir zusammenarbeiten wie nie zuvor.“ Als Herausforderungen nannte Biden unter anderem die Corona-Pandemie und den Klimawandel, aber auch Frieden und Sicherheit weltweit.

Biden hatte mit einem U-Boot-Abkommen mit Australien und Großbritannien zuletzt das verbündete Frankreich vor den Kopf gestoßen und damit auch die Kritik der EU auf sich gezogen. Für Unmut bei Partnerländern sorgte auch der chaotische US-Truppenabzug aus Afghanistan.