Die Bundesanwaltschaft hat Anklage gegen zwei frühere Bundeswehrsoldaten erhoben, die versucht haben sollen, eine hundert bis 150 Mann starke Söldnertruppe unter ihrem Kommando zu bilden. Damit hätten sie völkerrechtswidrig in den Bürgerkrieg im Jemen eingreifen wollen, erklärte die Behörde am Donnerstag in Karlsruhe. Arend-Adolf G. und Achim A. hätten die Botschaften einer Wahrsagerin als Handlungsanweisung verstanden und zudem finanzielle Interessen verfolgt.

Laut Bundesanwaltschaft wollten die beiden mit ihrer Truppe Teile der von Huthi-Rebellen kontrollierten Gebiete erobern. Damit wären „auch aus Sicht der Angeschuldigten zwangsläufig Tötungshandlungen im Rahmen von kriegerischen Auseinandersetzungen sowie zivile Verluste verbunden gewesen“, teilte sie weiter mit. Finanziert werden sollte das Ganze möglichst durch Saudi-Arabien, die kontaktierten Stellen des Landes hätten aber nicht reagiert.

Zur Umsetzung des Vorhabens sei es auch deswegen nicht gekommen, weil die beiden Männer im Oktober festgenommen worden seien. Die Bundesanwaltschaft erhob Anklage wegen der versuchten Gründung einer terroristischen Vereinigung. Darüber muss nun das Oberlandesgericht Stuttgart entscheiden.