Am Dienstag wurde der nationale Bildungsbericht „Bildung in Deutschland 2020“ vorgestellt. 
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BerlinDie Vorstellung der alle zwei Jahre unter Federführung des Leibniz-Instituts für Bildungsforschung und Bildungsinformation erstellten umfangreichen Bestandsaufnahme des deutschen Bildungssystems am Dienstag stand im Zeichen der Corona-Pandemie. Diese hatte demnach deutlich gemacht, dass vor allem die Schulen beim Thema Digitalisierung noch großen Nachholbedarf haben.

Die Autoren befürchten, dass die Pandemie soziale Ungleichheiten bei der Bildung verschärfen könnte. Die Aufrechterhaltung und Bereitstellung von Bildungsangeboten wie auch ihre Inanspruchnahme seien aktuell die größte Herausforderung für alle Beteiligten. Empfohlen wird eine gezielte Weiterbildung von Lehrpersonal mit Blick auf digitale Kompetenzen.

Nach einem jahrzehntelangen Anstieg des Bildungsstandes der Bevölkerung in Deutschland ist nach Einschätzung der Forscher zudem ein Ende dieses Trends in Sicht. Darauf würden stagnierende und zum Teil sogar sinkende Anteile von Schülern hinweisen, die aufs Gymnasium wechseln. Ein weiterer Indikator seien sinkende Absolventenquoten mit mittlerem Abschluss und Hochschulreife.