Berlin - Für „willkürlich“ hält Berlins Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) mögliche Schulschließungen ab einer Inzidenz von 165 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. „Die Inzidenz von 165 ist eine willkürlich gegriffene Zahl, die für Schülerinnen und Schüler auch problematische Auswirkungen haben wird“, sagte die SPD-Politikerin der taz.

„Ich verstehe nicht, dass man Schulen früher schließt als Bereiche in der Wirtschaft, obwohl wir für die Schulen eine viel umfangreichere Teststrategie entwickelt haben.“ Sie sehe es so, „dass man noch andere Dinge mit in den Blick nehmen sollte als nur die Inzidenz – etwa das lokale Ausbruchsgeschehen am Ort der Schule selbst“.

Der Bundestag wird mit einer Änderung des Infektionsschutzgesetzes an diesem Mittwoch voraussichtlich beschließen, dass Schulen auf Distanzunterricht umstellen müssen, wenn in ihrer Region die Inzidenz den Schwellenwert 165 erreicht. Berlin lag am Mittwoch bei 152.