Brüssel - Das Pharma-Unternehmen Biontech/Pfizer hat der Europäischen Union die Lieferung von 75 Millionen zusätzlichen Impfdosen versprochen. Damit reagiert das Unternehmen auf die Kritik nach den Lieferengpässen beim Corona-Vakzin. Wie Spiegel-Online am Montag berichtet, wird Deutschland davon nach dem geltenden Verteilungsschlüssel von 18,6  Prozent 13,95 Millionen zusätzliche Impfdosen erhalten.

„Wir arbeiten weiterhin an der Erhöhung der Lieferungen ab der Woche vom 15. Februar, um die vertraglich festgelegte Lieferung der vollen Menge an Impfstoffdosen im ersten Quartal sicherzustellen“, erklärte demnach Sierk Poetting, CFO und COO von Biontech. „Außerdem könnten wir im zweiten Quartal bis zu 75 Millionen Dosen mehr an die Europäische Union ausliefern.“

Die Lieferung stamme aus der jüngsten Nachbestellung der EU bei Biontech über 200 Millionen Dosen. Davon sollen nun 75 Millionen im zweiten Quartal kommen und damit früher als erwartet. Poetting erklärt die doch schnellere Lieferzeit mit einer Anpassung der Produktionsprozesse im Pfizer-Werk im belgischen Puurs. Außerdem habe die Produktionsstätte von Biontech in Marburg eine Herstellerlizenz erhalten. Das Unternehmen baue überdies sein europäisches Produktionsnetzwerk weiter aus. 

Die EU war wegen zu später und zu geringer Impfstoff-Bestellungen in die Kritik geraten. Auch die Hersteller mussten sich rechtfertigen, weil Zusagen für Lieferungen nicht in vollem Umfang eingehalten wurden.