Brüssel/Berlin - Die Europäische Kommission hat die Übernahme des weltbekannten deutschen Sandalen-Herstellers Birkenstock durch das US-amerikanische Unternehmen L Catterton genehmigt. „Das Vorhaben wurde im Rahmen des vereinfachten Fusionskontrollverfahrens geprüft“, teilte die Brüsseler Behörde am Freitag mit. Demnach wirft die geplante Übernahme keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken auf.

Birkenstock mit Sitz im rheinland-pfälzischen Linz am Rhein hatte die Partnerschaft im Februar als nächsten logischen Schritt bezeichnet, um auch in Zukunftsmärkten wie China und Indien weiter stark zu wachsen. Die Transaktion stand bislang unter dem Vorbehalt der Genehmigung der zuständigen Wettbewerbsbehörden. L Catterton ist laut Mitteilung der Kommission eine Gesellschaft, die etwa im Einzelhandel, der Gastronomie und in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie tätig ist.

Birkenstock: 4300 Mitarbeiter und 130 Millionen Euro Nettogewinn

Birkenstock hat rund 4300 Beschäftigte und steht nach eigenen Angaben wirtschaftlich auf stabilen Füßen. 2019 habe das Unternehmen rund 720 Millionen Euro Umsatz bei 130 Millionen Euro Nettogewinn verbucht – und auch im Corona-Jahr 2020 trotz zweimonatiger Fabrikschließungen Erlöse etwa auf Vorjahresniveau erwirtschaftet.