Wiesbaden - Die Zahl der Rechtsextremisten, die von der Polizei als potenzielle Terroristen eingestuft werden, geht nach oben. Rund 70 Personen würden derzeit als sogenannte Gefährder geführt, teilte das Bundeskriminalamt (BKA) am Dienstag in Wiesbaden mit. Im Februar 2020 waren die Sicherheitsbehörden noch von bundesweit 53 Personen ausgegangen. Als Gefährder bezeichnet die Polizei im Bereich der politisch motivierten Kriminalität Menschen, denen sie schwere Gewalttaten bis hin zu Terroranschlägen zutraut.

Die Polizei stellte demnach auch eine Zunahme bei den potenziellen Unterstützern rechter Gefährder fest. Die Zahl belaufe sich auf rund 155 Rechtsextremisten und damit 30 mehr als im Februar.

Die meisten Gefährder seien jedoch trotz eines Rückgangs weiter im islamistischen Spektrum registriert worden. Nach 670 Personen im Februar seien es derzeit 620.