Berlin - Das Badeverbot am Tegeler See bleibt wegen Befalls mit der giftigen Blaualge weiterhin bestehen. Dies teilte das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) nach der Auswertung der jüngsten Proben am Freitag mit. Das Lageso hatte am Dienstag den See gesperrt und ein Badeverbot verhängt. Die Behörde kündigte an, die Situation vor Ort weiter zu beobachten und weitere Gewässerproben zu entnehmen.

Angeschwemmte Blaualgen sollen auf keinen Fall berührt werden

Das Lageso rät dringend davon ab, die angeschwemmten Blaualgen zu berühren oder zu entfernen. Toxinbildende Blaualgen haften an Unterwasserpflanzen. Lösen sich Teile der Pflanzen, die mit Blaualgen besiedelt sind, geben sie Toxine ab, die für Badende giftig sein können. „Besonders im Spülsaum wurden hohe Konzentrationen nachgewiesen“, heißt es dazu vom Lageso. Dies sei der Bereich, in dem sich vorwiegend Kleinkinder und Hunde aufhalten. Vor gut einer Woche war ein Hund mit Vergiftungssymptomen nach einem Besuch am Tegeler See gestorben.