Berlin - Das Baden im Tegeler See in Berlin ist wegen der Gefahr, die durch Blaualgen entsteht, ab sofort verboten. Das teilt das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) am Montag mit. „Bis zum Vorliegen neuer Untersuchungsergebnisse des Wassers wird an den Badestellen am Tegeler See vorsorglich ein Badeverbot ausgesprochen. Der Kontakt mit ans Ufer geschwemmten Algenansammlungen ist unbedingt zu vermeiden“, heißt es in einer Mitteilung.

Toxinbildende Blaualgen haften laut Lageso an Unterwasserpflanzen. Wenn sich mit Blaualgen besiedelte Pflanzenteile vom Untergrund lösten oder an die Wasseroberfläche auftreiben sollten, können die ins Wasser „abgegebenen Toxine für Badende eine Rolle spielen“, wird erklärt.

Nach bisher vorliegenden Ergebnissen wurden die höchsten Konzentrationen im Spülsaum mit angeschwemmten Pflanzenteilen nachgewiesen. Dies sei der Bereich, in dem sich vorwiegend Kleinkinder aufhalten.

„Präventiv werden die Badestellen im Uferbereich von an Land gespülten Pflanzenresten fachmännisch gereinigt. Von eigenmächtigen Uferreinigungen wird dringend abgeraten“, schreibt das Lageso. Auch andere Gewässer in Berlin werden auf Blaualgen untersucht. Das Lageso rät davon ab, Hunde mit an Badeseen zu nehmen.