Blauer Haken im Abo: Verifizierung soll auf Twitter künftig kosten

Prominente, Politiker und Unternehmen tragen ihn – genauso wie Elon Musk: Den blauen Haken hinter ihrem Namen auf Twitter. Dafür werden sie nun zur Kasse gebeten.

Auch Elon Musk trägt den blauen Haken auf seinem Twitter-Profil.
Auch Elon Musk trägt den blauen Haken auf seinem Twitter-Profil.imago

Nach seiner Übernahme von Twitter will Tech-Milliardär Elon Musk nun offenbar Geld mit der Verifikation von Nutzern verdienen. Wie verschiedene US-Blogs übereinstimmend berichten, soll das blaue Häkchen in Zukunft im Abo für knapp 20 Dollar im Monat erhältlich sein. Aktuell ist der blaue Haken hinter dem Namen kostenlos. Ihn erhalten vor allem Prominente, Unternehmen, sowie Nutzer mit vielen Followern wie etwa Politikerinnen oder Journalisten. 

Nach dem derzeitigen Plan hätten verifizierte Nutzer 90 Tage Zeit, sich anzumelden oder sie würden ihr blaues Häkchen verlieren, berichtet das Magazin The Verge. Demnach soll die Verifikation Teil einer neuen, teureren Blue-Version von Twitter werden, die aktuell 4,99 Dollar im Monat kostet und das Nutzen von zusätzlichen Funktionen ermöglicht. Unklar sei, ob Accounts, die den blauen Haken bereits haben, dann auch zahlen müssen oder nur neue Anträge betroffen sind.

Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die an dem Projekt arbeiten, sei am Sonntag mitgeteilt worden, dass sie eine Frist bis zum 7. November einhalten müssten, um die Funktion zu starten, oder sie würden entlassen, wie es in dem Bericht unter Berufung auf interne Kreise weiter heißt.

Twitter-Gemeinde macht sich über Gebühr lustig

Das Thema beschäftigt am Montag auch die Netzgemeinde. Am Morgen trendet auf Twitter bereits der Begriff „Haken“. Der Satiriker Jan Böhmermann schreibt am Sonntagabend etwa „Natürlich bezahle ich 20$ pro Monat, um meinen blauen Haken zu behalten“. Auch Autor Moritz Hürtgen scherzt: „Hey Leute, ich richte gerade ein Gofundme ein, weil ich den blauen Haken für meine wichtige politische Arbeit brauche“ Ein anderer Nutzer nennt die Gebühr eine „Mastodon-Umzugshilfe“.

Elon Musk hatte bereits in den Monaten vor seiner Übernahme deutlich gemacht, dass er die Art und Weise, wie Twitter Konten verifiziert, überarbeiten möchte.