„Blaulichtgottesdienst“ erinnert an Lebensretter

In Brandenburg sind im vergangenen Jahr nach Angaben der Staatskanzlei 64 Polizisten, Feuerwehrleute und Einsatzkräfte des Rettungsdienstes während ihres Ber...

Potsdam-In Brandenburg sind im vergangenen Jahr nach Angaben der Staatskanzlei 64 Polizisten, Feuerwehrleute und Einsatzkräfte des Rettungsdienstes während ihres Berufslebens gestorben. Bei einem „Blaulichtgottesdienst“ in der Potsdamer Nikolaikirche wurde am Samstag an sie erinnert. Auf Einladung von Polizeipräsident Oliver Stepien und der Seelsorge nahmen unter anderem Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD), Innenminister Michael Stübgen (CDU) und der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Christian Stäblein, teil.

Die Einsatzkräfte riskierten täglich ihre Gesundheit und ihr eigenes Leben, um die Sicherheit der Gesellschaft zu gewährleisten, erklärte Regierungschef Woidke. Der Gottesdienst sei ein unverzichtbarer Anlass des ehrenden Gedenkens. Er dankte auch der Notfallseelsorge und ihren Organisationen, die Einsatzkräften und ihren Angehörigen in akuten Krisensituationen beistünden. Auf ihre Initiative geht der alljährliche sogenannte Blaulichtgottesdienst zurück. Stübgen verlas die Namen der Toten, für die Kerzen aufgestellt wurden.

Im Gottesdienst sei Raum für gemeinsames Trauern, Erinnern, Weinen und Danken, erinnerte Bischof Stäblein. „Wir danken den Menschen bei Polizei und Feuerwehr, sie tun so unendlich viel für uns alle, sie sind in der Not da und wenden oft genug Unglücke ab. Sie retten Leben - immer wieder auch dadurch, dass sie ihr Leben einsetzen.“ Angaben, ob Lebensretter im vergangenen Jahr auch während des Dienstes gestorben sind, gab es zunächst nicht.