In der Kritik: Bundesfamilienministerin Franziska Giffey.
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BerlinEin Tweet des Bundesfamilienministeriums hat viele wütende Kommentare hervorgebracht. „Die Corona-Pandemie hat in vielen Unternehmen zu einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf geführt. Wie Eltern weiterhin unterstützt werden können, war Thema eines ‚Digitalen Wirtschaftsgesprächs‘ mit Dr. Franziska Giffey“, hieß es in dem Tweet. 

Die wütenden Kommentare vieler Eltern, die durch die Corona-Krise eine Doppelbelastung durch Kindererziehung und Homeoffice erlebten, ließen nicht lange auf sich warten. „Das ist so eine bodenlose Frechheit, dass mir echt die Spuke wegbleibt“, schrieb ein Nutzer. Und ein anderer: „Ihr wisst schon, dass sehr sehr viele Familien am Limit operieren und darüber hinaus sind und nicht wissen, wie sie den Winter jonglieren sollen, wenn hier in drei Wochen wieder alles dicht macht wie im Frühjahr?“.

Ein weiterer Kommentar lautete: „Bis zum Zusammenbruch irgendwie die Kinder beschäftigen, während man daheim arbeitet, um den Job nicht zu verlieren, damit man nicht in Armut abrutscht, ist keine ‚Vereinbarkeit von Beruf und Familie‘!!!“.

Eine Nutzerin gab dem Bundesfamilienministerium einen Einblick in ihren Alltag: „‚Flexiblere Arbeitszeiten, Homeoffice und innovative Schichtmodelle - hat Potenzial für die Zukunft.‘ Sah konkret so aus: Aufstehen 5 Uhr, Arbeit bis 9. Kind bespaßen bis 16 Uhr. Arbeiten bis 19 Uhr, Lärm ausblenden. Haushalt, Essen, Kind ins Bett. Spätschicht 21 - 0 Uhr.“