Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat dem russischen Präsidenten Wladimir Putin vorgeworfen, den Nationalsozialismus zu bagatellisieren. „Seine geschichtsvergessene Lüge von der angeblichen ‚Entnazifizierung‘ der Ukraine verharmlost die Verbrechen des Nationalsozialismus und instrumentalisiert die Leistungen der sowjetischen Armee – nicht nur bei der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz – für Putins expansionistische Agenda“, erklärte Ramelow mit Blick auf das Gedenken an das Kriegsende 1945. Auch deshalb müsse man umso deutlicher aussprechen: „Putin ist nicht im Recht, und die Welt weiß das.“

Ramelow: Putin tritt die Geschichte mit Füßen

„Am 8. Mai gedenken wir des Tages der Befreiung Europas und der Welt von der nationalsozialistischen Barbarei. Dass die deutsche Kriegswalze und der Völkermord an den Juden und Sinti und Roma gestoppt werden konnten, verdanken wir den alliierten Truppen“, betonte Ramelow.

In diesem Jahr werde dieser Tag überschattet vom völkerrechtswidrigen Krieg Putins gegen die Ukraine. „Wir müssen uns klar machen, dass es russische und ukrainische, aber auch Soldaten vieler anderer Nationen waren, die in den sowjetischen Truppen gemeinsam Hitlers Wehrmacht die Stirn boten. Putin tritt mit seinem Überfall auf die Ukraine diese gemeinsame Geschichte mit Füßen.“