Bombenanschlag in Istanbul: Fünf Verdächtige in Bulgarien festgenommen

Vier Männer und eine Frau sollen einem der Tatverdächtigen bei dessen Flucht geholfen haben.  

Bewaffnete Sicherheitskräfte stehen nach der Explosion auf der beliebten Einkaufsstraße Istiklal in Istanbul. 
Bewaffnete Sicherheitskräfte stehen nach der Explosion auf der beliebten Einkaufsstraße Istiklal in Istanbul. AP/Francisco Seco

Nach dem Bombenanschlag im Zentrum von Istanbul haben bulgarische Ermittler fünf Verdächtige festgenommen. Sie sollen einem der Tatverdächtigen „logistische“ Hilfe bei dessen Flucht geleistet haben, wie die bulgarische Staatsanwaltschaft am Samstag mitteilte. Drei von ihnen stammen demnach aus Moldau. Die beiden anderen Verdächtigen seien „syrische Kurden“, es handele sich bei ihnen um eine Frau und einen 31-jährigen Mann, der als Hauptverdächtiger gelte.

Die vier Männer wurden am Samstag in Untersuchungshaft genommen, während die Frau laut Medienberichten vorerst wieder auf freien Fuß gesetzt wurde. Nach Angaben des zuständigen Gerichts sind die Verbindungen der Verdächtigen zum Anschlag in Istanbul keineswegs bewiesen. Der einzige Hinweis sei bislang ein Mobiltelefon, „das einer der Verdächtigen benutzt hat, um einen der Attentäter zu kontaktieren“.

Bei dem Anschlag in Istanbul am vergangenen Wochenende waren sechs Menschen durch eine Bombenexplosion in einer belebten Einkaufsstraße getötet worden. Die türkische Regierung des islamisch-nationalistischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan machte die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) und als Bombenlegerin insbesondere eine PKK-Anhängerin aus Syrien für den Anschlag verantwortlich. In der Türkei wurden insgesamt 17 Verdächtige festgenommen. Die PKK und die syrischen Kurden wiesen jegliche Verantwortung zurück.