Angehörige des Militärs kurz nach dem Attentat auf der Insel Jolo auf den Philippinen.
Foto:  AFP/ NICKEE BUTLANGAN

ManilaBei einem Doppelbombenanschlag im Süden der Philippinen sind am Montag mindestens zehn Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt worden. Unter den Opfern seien zahlreiche Soldaten, erklärte das Militär nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP. Der Angriff ereignete sich auf der Insel Jolo, wo von der Regierung unterstützte Sicherheitskräfte seit langem gegen die militante Islamistengruppe Abu Sayyaf kämpfen.

Bei mindestens fünf der Getöteten handele es sich um Soldaten, sagte der Offizier Corleto Vinluan vor Reportern. Jolo liegt im mehrheitlich muslimischen Süden der Philippinen. In der Region wurden in den vergangenen Jahrzehnten bei Kämpfen mit militanten Rebellen rund 150.000 Menschen getötet.

Die mit der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Verbindung stehende Gruppe Abu Sayyaf wurde in den 90er Jahren mit Geld von Al-Kaida-Führer Osama bin Laden gegründet. Sie wurde durch die Entführung zahlreicher Ausländer bekannt.

Im Jahr 2017 enthaupteten die Islamisten den 70-jährigen deutschen Segler Jürgen Kantner, nachdem die Forderungen nach einem Lösegeld von rund 600.000 Dollar (540.000 Euro) nicht erfüllt worden waren.