Berlin - In Deutschland stehen derzeit vier Impfstoffe gegen das Coronavirus zur Verfügung. Im Laufe der Zeit wurden viele der Empfehlungen von der Ständigen Impfkommission (Stiko) angepasst - zuletzt etwa das Raten zu einer zweiten Impfung mit dem Johnson & Johnson-Vakzin. Ein Überblick über die aktuell geltenden Regeln für jeden Impfstoff.

Biontech/Pfizer

Wie viele Dosen? Für einen vollständigen Impfschutz braucht es beim Impfstoff von Biontech zwei Dosen.

Impfabstände: Zwischen den Impfungen sollte ein Abstand von drei bis sechs Wochen liegen.

Alter: Das mRNA-Vakzin von Biontech/Pfizer können alle Personen ab 12 Jahren erhalten.

Moderna

Wie viele Dosen? Zwei Dosen sind zum vollständigen Impfschutz nötig.

Impfabstände: Laut Ständiger Impfkommission ist der empfohlene Abstand bei vier bis sechs Wochen zwischen den Impfungen.

Alter: Alle Menschen ab 12 Jahren können sich den Impfstoff von Moderna spritzen lassen.

Johnson & Johnson

Wie viele Dosen? Zunächst brauchten Impflinge nur eine Dosis. Doch seit Oktober empfiehlt die Ständige Impfkommission eine zweite Impfung, um der zusätzlichen Ansteckungsgefahr durch die Delta-Variante entgegenzuwirken. Für die zweite Impfung sollte ein Impfstoff von Biontech/Pfizer oder Moderna zum Einsatz kommen.

Impfabstände: Nach vier Wochen empfiehlt die Ständige Impfkommission die zweite Impfung mit dem Johnson & Johnson-Vakzin.

Alter: Nur noch über 60-Jährige sollten sich nach der Empfehlung der Ständigen Impfkommission mit Johnson und Johnson impfen lassen. Auch Jüngeren steht das Vakzin frei, wenn sie sich vorher ärztlich aufklären lassen und das Risiko akzeptieren.

Astrazeneca

Wie viele Dosen? Das Vakzin von Astrazeneca sollte laut Ständiger Impfkommission nur noch für die Erstimpfung eingesetzt werden. Für die Zweitimpfung wird ein mRNA-Vakzin empfohlen. Das nennt man ein heterologes Impfschema.

Impfabstände: Bei einem heterologen Impfschema sollte ein Abstand von mindestens vier Wochen eingehalten werden. Andernfalls müssen es neun bis zwölf sein.

Alter: Im April entschied die Stiko, dass der Astrazeneca-Wirkstoff nur noch über 60-Jährigen verabreicht werden soll. Jüngere können sich nach eigenem Risiko-Ermessen nach ärztlicher Aufklärung aber auch mit dem Astrazeneca-Vakzin impfen lassen.

Booster: Wer soll eine dritte Dosis bekommen?

Auffrischungsimpfungen werden derzeit empfohlen für:

  • Menschen mit einer Immunschwäche  
  • Menschen, die 70 Jahre und älter sind  
  • Bewohnerinnen und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen  
  • Pflegepersonal mit direktem Kontakt zu Risikopersonen  
  • Medizinisches Personal mit direktem Patientenkontakt